Fastenzeit – Schlank durch Fasten – geht das?

Am Aschermittwoch beginnt für die Christen die Fastenzeit – 2022 ist das der 2. März. Gefastet wird 40 Tage zwischen Fasching und Ostern. Die Fastenzeit dauert bis Ostersamstag an, also dieses Jahr bis 16. April. Schon der griechische Arzt Hippokrates, der 460 bis 375 vor Christus lebte, soll das Fasten befürwortet haben. Folgendes Zitat soll von ihm stammen: „Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mässig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente.“

Immer mehr Menschen verzichten in der Fastenzeit auf gewisse Nahrungsmittel, um den Körper zu entgiften. Es ist ein Neustart für eine gesündere Ernährung – auch nach der Fastenzeit. Wir versprechen uns vitaler zu leben und wieder Energie zu tanken. Auf jeden Fall hat das Fasten seine Berechtigung. Der Gedanke liegt nahe, mit einer Fastenkur abnehmen zu wollen. Dafür gilt es allerdings, die richtige Form des Fastens auszuwählen – nämlich ein Kurzzeitfasten. 

Achtung – Fasten ist nicht für jeden zu empfehlen. Menschen mit schweren Herz- und Krebserkrankungen, Nierenerkrankungen, Gicht oder Gallenproblemen dürfen nicht fasten.  Schwangere und Stillende gehören auch zu dieser Gruppe. Alle Menschen mit Stoffwechselerkrankungen oder chronischen Krankheiten sollten vor jeder Art des Fastens einen Arzt aufsuchen. Gleiches gilt bei niedrigem Blutdruck, Untergewicht und hohem Lebensalter.

Es gibt sehr viele Arten von Fasten: Saftfasten, Heilfasten, Molkefasten, Basenfasten und noch etliche mehr. Doch eines haben alle gemeinsam, man verzichtet über einen bestimmten Zeitraum hinweg ganz oder teilweise auf feste Nahrung. Das Immunsystem soll dadurch gestärkt und der Körper entschlackt werden. Zu den beliebtesten Methoden gehören das Saftfasten und das Heilfasten. Beim Saftfasten ist bis zu 0,5 Liter Gemüse- bzw. Obstsaft, sowie 0,5 Liter heisse Gemüsebrühe erlaubt. Zusätzlich gibt es noch reichlich Wasser und Kräutertee. Auch das Heilfasten nach Buchinger funktioniert so ähnlich. Maximal 250 Kalorien dürfen pro Tag konsumiert werden, die aus Gemüsebrühe oder Saft stammen. Durch Bewegung, Wandern, Bäder und Entspannung wird die Kur ergänzt. 

Die Buchinger-Methode lässt die Pfunde purzeln. Diese Fastenkur ist aber zum nachhaltigen Reduzieren des Körpergewichts wenig geeignet. Denn der komplette Verzicht auf feste Nahrung löst im Körper eine Stress-Reaktion aus: Der Energieverbrauch wird reduziert, um möglichst lange mit den Reserven auszukommen. Zur Energiegewinnung zapft der Körper zwar seine Fettspeicher an, aber leider auch Muskelmasse. So können beim mehrtätigen Fasten folgende Symptome auftreten: Muskelkrämpfe, Herzrhythmus- und Kreislaufstörungen. Nicht zu vergessen sind die Nieren, welche unter einer Nulldiät stark belastet werden. Folgen können Nierensteine und Gichtanfälle sein. Darum sollten Menschen mit Vorerkrankungen diese Methode möglichst unter Aufsicht in einer Fastenklinik durchführen.

Ist die Fastenkur vorbei, so führt die Gegenregulation des Körpers nach der Wiederaufnahme von fester Nahrung leicht zu einer Gewichtszunahme. Jetzt sollte man langsam und stetig seine Energiezufuhr erhöhen. Eine dauerhafte Ernährungsumstellung wäre nun das Ziel. Denn es ist kein Geheimnis, dass man durch eine gezielte Nahrungsumstellung länger schlank bleibt.

Nicht nur fasten kann neue Energien freisetzen, eine ausgewogene Ernährung kann dies auch. Durch die gesunde Nahrungsaufnahme wird man vor allem satt und versorgt seinen Körper mit allen wichtigen Vitalstoffen. Nicht jeder schafft es, nach einer Fastenkur vitaler und gesünder zu leben. Erfahrungsgemäss fällt der Grossteil, die Fasten ausprobiert haben, schnell wieder in alte Muster zurück. Für langfristige Ergebnisse sollte man dieses Vorhaben geplanter angehen. Ein individuell erstellter Essensplan mit vielen schmackhaften Rezepten bietet Orientierung und kann auch für einen längeren Zeitraum als Fasten befolgt werden. So kommt man seinem Wunschgewicht Schritt für Schritt näher. Denn jetzt zu Beginn der traditionellen Fastenzeit ist der Zeitpunkt für eine Veränderung perfekt! Erlebe das Gefühl, dass bewusste und ausgewogene Ernährung richtig viel Spass machen kann.

Bildquelle: Pixabay

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Neue Erkenntnisse: Richtig fasten – aber wie? | kurier.at

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